Ingeborg Bock-Schroeder
Vor der Kamera von Ingeborg Bock-Schroeder stand für diese Aufnahmen ein überaus prominentes Gesicht jener Zeit: Eleonora „Lo“ Sachs. Sie war bereits in den 1950er Jahren ein äußerst gefragtes und bekanntes Fotomodell. Lo Sachs verlieh den klaren Schnitten Wunderlichs die perfekte Mischung aus mondäner Ausstrahlung und modernem Selbstbewusstsein.
Mysterium des Augenblicks
Es gibt Blicke, die Geschichten erzählen, noch bevor ein einziges Wort gewechselt wurde. In dieser meisterhaften Außenaufnahme begegnen wir einer Frau, die die Kunst der Nonchalance perfektioniert hat. Mit dem Rücken zur Welt und dem Gesicht dem Betrachter zugewandt, inszeniert sie einen Moment voller Anmut und subtiler Neugier.
Kunst der Nonchalance
In dieser High-Key-Inszenierung verschmelzen Licht und Materie zu einer Komposition von fast ätherischer Reinheit. Das Bild ist mehr als ein Porträt; es ist eine Studie über Form und Textur, die den Fokus radikal auf die meisterhaften Accessoires der Ära lenkt.
Zeitloser Noblesse
In einer Welt, die niemals stillzustehen scheint, zelebriert diese Aufnahme den kostbaren Moment des Innehaltens. Auf einer schlichten Holzbank, gebettet in die sanften Kurven einer Parklandschaft, begegnet uns die Quintessenz der Sechziger-Jahre-Eleganz.
Die Poesie der Promenade
Mit der Edition „Modefotografie 1960“ präsentiert die Sammlung Bock-Schroeder eine exklusive Auswahl von vier Schwarz-Weiß-Fotografien der renommierten deutschen Modefotografin Ingeborg Bock-Schroeder.
Die 1960er Jahre waren ein Jahrzehnt des beispiellosen kulturellen und gesellschaftlichen Wandels, der sich nirgendwo so deutlich widerspiegelte wie in der Mode.
Die hier präsentierten, herausragenden Fotografien von Ingeborg Bock-Schroeder entstanden im Jahr 1960 in Grünwald bei München.
Sie fangen genau diesen faszinierenden Übergang ein, den Weggang von den steifen Silhouetten der 1950er Jahre hin zu einer neuen, modernen Eleganz.
Im Mittelpunkt dieser Fotostrecke stehen die Kreationen des deutschen Modeschöpfers Werner Wunderlich.
Wunderlich, der vor allem im deutschsprachigen Raum tätig war, machte sich einen Namen durch seine exzellenten Arbeiten im Bereich der Damenmode und der eleganten Konfektion.
Sein Stil definierte sich durch eine klassisch-elegante Handschrift: Er entwarf tragbare Mode für den Alltag, die durch hochwertige Stoffe, saubere Schnitte und präzise Verarbeitung bestach.
Für viele Konfektionshäuser und Boutiquen war er ein Garant für anspruchsvolle Kollektionen.
Interessanterweise gibt es hier eine direkte Verbindung zur Familie Bock-Schroeder: Ingeborgs Ehemann, der renommierte Fotograf Peter Bock-Schroeder, hatte Werner Wunderlich bereits für das bekannte Magazin Quick in der Reportage-Serie „Die Junggesellen“ porträtiert.
Vor der Kamera von Ingeborg Bock-Schroeder stand für diese Aufnahmen ein überaus prominentes Gesicht jener Zeit: Eleonora „Lo“ Sachs.
Sie war bereits in den 1950er Jahren ein äußerst gefragtes und bekanntes Fotomodell. Lo Sachs verlieh den klaren Schnitten Wunderlichs die perfekte Mischung aus mondäner Ausstrahlung und modernem Selbstbewusstsein.
Die 1960 in Grünwald entstandenen Fotografien sind weit mehr als nur Werbebilder für Damenbekleidung.
Sie sind ein wertvolles historisches Zeitdokument, das Modegeschichte, Fotokunst und Münchner Gesellschaftsgeschichte miteinander verwebt.
Die klaren Kompositionen in Schwarz-Weiß unterstreichen die Qualität der Stoffe und die Eleganz der Schnitte auf zeitlose Weise.
Das Archiv Bock-Schroeder bewahrt diese Bilder, um die Pionierarbeit von Ingeborg Bock-Schroeder und das Lebensgefühl einer ganzen Generation zu ehren.

Als weibliche Fotografin in einer stark von Männern dominierten Branche besaß Ingeborg Bock-Schroeder einen besonders empathischen Blick für ihre Motive.
Sie inszenierte Models nicht einfach als „Kleiderständer“ für Mode.
Vielmehr gelang es ihr, die Persönlichkeit, das Selbstbewusstsein und die neu gewonnene Unabhängigkeit der Frau an der Schwelle zu den „Swinging Sixties“ festzuhalten.
Limitierte Edition
Das ikonische Warhol-Porträt